Traumasensitive Yoga – sicher. achtsam. stärkend.
Trauma ist nicht das Ereignis selbst – sondern das, was im Körper bleibt.
Traumatische Erfahrungen hinterlassen Spuren in deinem Nervensystem, im Körper und im Alltag, oft lange nachdem das ursprüngliche Ereignis vorbei ist.
Unser Körper verfügt über einen evolutionär wertvollen Schutzmechanismus, der uns in lebensbedrohlichen Situationen blitzschnell reagieren lässt: Kampf, Flucht oder, wenn das unmöglich ist, Erstarren. In diesen Momenten wird die Verbindung zum Neocortex, dem Gehirnareal für analytisches Denken und Handlungsplanung, vorübergehend unterbrochen, sodass wir aus ältesten Gehirnstrukturen heraus – dem Reptiliengehirn – reagieren können.
Die Folgen sind typische physiologische Reaktionen:
- Erhöhte Herzfrequenz und Muskelspannung
- Erweiterte Pupillen und Bronchien, flacher Atem
- Oder, im Fall von Erstarren: schlaffer Körper bis hin zur Ohnmacht
Wenn die akute Gefahr vorbei ist, bleibt diese aufgestaute Energie oft im Körper gespeichert – insbesondere, wenn wir keine Möglichkeit hatten, sie zu entladen, uns nicht unterstützt fühlten oder keine sicheren Ressourcen zur Regulation hatten.
Das kann sich äußern als:
- Hypervigilanz/Hyperarousal: ständige Anspannung, erhöhte Reizbarkeit, Panikreaktionen auf Trigger
- Untererregung/Dissoziation: Taubheit, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, depressive Verstimmungen
Obwohl der Kopf längst verstanden hat, dass die Gefahr vorüber ist, reagiert der Körper weiterhin aus dem Überlebensmodus.
Warum körperorientierte Arbeit Sinn macht
Traumasensitives Yoga (TSY) zielt darauf ab, den Körper behutsam wieder in Kontakt mit dem Nervensystem zu bringen. In einem sicheren Rahmen lernst du:
- Vorzeichen von Triggern zu erkennen, bevor dein Körper in einen Ausnahmezustand gerät
- Ressourcen zu aktivieren, um Nervensystem und Körper zu regulieren
- Sicherheit und Präsenz im Körper zu entwickeln, sodass der Neocortex wieder wirksam für selbstbestimmte Entscheidungen wird
TSY kann begleitend oder vorbereitend zu einer Gesprächstherapie eingesetzt werden, um Stabilität zu fördern, Selbstregulation zu trainieren und Re-Traumatisierung vorzubeugen.
Ziel: Du lernst, deinen Körper bewusst wahrzunehmen, dein Nervensystem zu stabilisieren und jeden Moment so zu leben, wie du es willst – im Einklang von Körper, Geist und Nervensystem.
Wenn du mehr erfahren möchtest, melde dich gerne für ein unverbindliches, kostenfreies Erstgespräch.

